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	<title>Nievelstein - Marketing- und Kommunikationsberatung &#187; Joel Roubichon</title>
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	<description>Marketing- und Kommunikationsberatung für Apotheken und Gastronomie</description>
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		<title>Möchten Sie Kunst essen? &#8211; Ein Plädoyer für das Handwerk</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 13:58:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Nievelstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastronomie allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Warum muss es immer Kunst sein? Anerkennung verdienen die normalsterblichen Köche ebenso wie die Künstler des Faches. Jeder der tagtäglich leckere Speisen auf die Teller der Gäste zaubert verdient Anerkennung. Es muss eben nicht immer Kunst sein, oft reicht auch sehr gutes Handwerk.]]></description>
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<p>Wenn man sich heute die besten Köche der Welt und deren Gerichte anschaut, mag man glauben, da stehen Künstler hinter den Herden. Was auf den Tellern kredenzt wird, mutet mehr einem Gemälde von Monet an, als einer Speise. Neuartigkeit und Kreativität werden mit diesen Kochkünstlern gleich gesetzt. Da mag so mancher Koch in unseren heimischen Gefilden an mangelnden Selbstwertgefühl leiden, wenn er seine sternedekorierten Kollegen in allen Herren Länder sieht und die Beweihräucherung der Presse derselbigen liest. Kochgrößen wie <a title="Wikipedia - Ferran Adrià" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ferran_Adri%C3%A0" target="_blank">Ferran Adrià</a>, <a title="Wikipedia - Thomas Keller" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Keller" target="_blank">Thomas Keller</a> und <a title="Offizielle Webseite - Joel Robuchon" href="http://www.joel-robuchon.com/" target="_blank">Joel Robuchon</a> lassen Normalsterblichen die Ehrfurcht in die Glieder fahren. Vermutlich liest jeder aufstrebende Koch die <a title="50 beste Restaurants" href="http://www.theworlds50best.com/module/acms_winners?group_id=1" target="_blank">&#8220;S. Pellegrino World&#8217;s best 50 Restaurants&#8221;</a> und hofft auch irgendwann einmal sein eigenes Restaurant auf dieser Liste finden zu dürfen.<span id="more-576"></span></p>
<h5>Kunst muss man sich auch leisten können</h5>
<p>Die Damen und Herren, die dieser auserlesenen Elite beiwohnen sind zweifellos die besten Köche der Welt. Doch für wen kocht diese Elite? Ein Beispiel: Das <a title="Offizielle Webseite des ElBulli" href="http://www.elbulli.com/" target="_blank">ElBulli</a> von Ferran Adriá hat gerade mal 6 Monate im Jahr geöffnet. 2 Millionen Reservierungen stehen nur 8000 Plätzen im Jahr gegenüber. Auch die anderen Köche auf der Liste können sich nicht über mangelnde Nachfrage beklagen. Doch die einzigen Leute die sich diese leisten können gehören zur gesellschaftliche Elite der Welt. Ähnlich wie mit Künstlern der Malerei und Bildhauerei können sich echte Kunstwerke nur sehr wenige Leute leisten.</p>
<p>Auch bin ich der Meinung, dass so manche Kunst einfach am Geschmack der Masse vorbei geht. Nur echte Kunstkenner können mit diesen abstrusen Formen und Farben auf manchen Leinwänden etwas anfangen. Ich glaube ähnlich ist das mit der Kunst auf den Tellern auch. Würden einige dieser Speisen ein unbekannter Koch erfinden und auf den Teller zaubern, so manches hoch gejubeltes Gericht wäre bei den Kritikern durch gefallen. Kunst von unbekannten Künstlern ist leider eine brotlose Kunst. Ich möchte nicht wissen, wie viele Künstler darauf warten entdeckt zu werden. Und es nie werden.</p>
<h5>Es lebe das Handwerk</h5>
<p>Ich persönlich, bin gar nicht scharf darauf Kunst auf meinen Teller zu bekommen. Kochen ist ein Handwerk das man in harten Ausbildungsjahren erlernt. In manchen Ausbildungsbetrieben besser als in anderen. Doch was einen Koch zu einem guten Koch macht, sind nicht seine Talente im künstlerischen Bereich, sondern die Liebe zu seinem Beruf, zu den Produkten, die er verarbeitet und vor allem sein Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten.</p>
<p>Man muss nicht mit den göttlichen Eingebungen eines Adrià oder Robuchon gesegnet sein um seinen Gästen einen echten Genuss bereiten zu können. Vielmehr geht es darum, dass Sie als Chefkoch wissen was Sie können, was Ihre Gäste mögen und die richtigen Produkte zu einem hervorragenden Gericht zusammen bringen. Ob Sie dabei tief in die Trickkiste der <a title="Wikipedia - Molekularküche" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Molekulark%C3%BCche" target="_blank">Molekularküche</a> greifen, oder einfach normal mit Pfanne und Topf etwas leckeres zaubern ist eigentlich unerheblich. Ich bin davon überzeugt, dass ein gutes Handwerk eher die Existenz eines Restaurants sichert, als künstlerische Eingebung die niemand zu schätzen weiß.</p>
<p>Aus diesem Grund wünsche ich allen Handwerkern in den Küchen der Restaurants ein sehr gutes Selbstbewusstsein. Was diese Menschen Tag täglich an den Herden vollbringen verdient mindestens genauso viel Anerkennung wie die gezauberten Gerichte der besten Köche der Welt. Das Handwerk ist nämlich das gleiche. Und ob es schmeckt, entscheidet nicht die Presse, sondern die zahlenden Gäste. Darauf, guten Appetit.</p>
<div class="meta">Mögen Sie auch lieber Handwerk auf Ihren Tellern als Kunst? Hinterlassen Sie einen Kommentar. Auch gerne, wenn Sie anderer Meinung sind. Oder registrieren Sie sich doch für meinen kostenlosen <a title="Registrierung Newsletter/Whitepaper" href="http://www.der-nievelstein.de/newsletterwhitepaper/" target="_self">Whitepaperdienst</a>.</div>
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