Apotheke allgemein
Apotheken gehen in den Preiskampf – und verlieren!
Wie Apotheke Adhoc berichtet, nimmt der Preiskamp unter den Apotheken zu. Jede Dritte Apotheke gibt OTC Produkte bereits unter den vom Hersteller empfohlenen Verkaufspreis ab. Als Ursache dieser Entwicklung wurde der Preisdruck von Seiten der Versandapotheken ausgemacht. Den kompletten Artikel können Sie hier lesen: http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/6918.html
Ehrlich gesagt, hat mich diese Meldung doch sehr geschockt. Apotheken versuchen sich nun schon im OTC Bereich gegenseitig zu unterbieten. Gleichzeitig sind die Klagen aber groß, dass die Individualapotheke nichts mehr verdienen könne. Ist ja auch einleuchtend, wenn man seine Marge kontinuierlich schmälert um mit etwaigen Versandapotheken Schritt zu halten.
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Rezepte über Rezepte, doch kein Erfolgsrezept
In meiner Xing-Gruppe “Apotheke und Marketing” habe ich jetzt schon häufiger mit Apothekern über die Möglichkeiten der Positionierung gesprochen. Immer wieder bekommen ich das gleiche Feedback: Der Kunde geht nur zu der Apotheke, die am nächsten beim Arzt liegt.
Die Lösung gegen leidige Diskussionen um Rabattverträge
Das hieße im Umkehrschluss, dass Apotheken tatsächlich eine reine Medikamentenabholstation sind. Dann frage ich mich nur, warum man so viele Leute beschäftigt. PTAs, PKAs, Apotheker und Apothekerinnen. Alle könnte man wegrationalisieren, in dem man ein vollautomatisches Lager und einen Kassenautomaten aufstellt. Der Kunde könnte dann zum Automaten gehen, in einen Schlitz sein Rezept einstecken, dieses wird gelesen und das passende Medikament aus dem Lager beschafft. Ehe das Medikament nun ausgespuckt wird, wird geprüft ob Zuzahlungen nötig sind, oder nicht. Falls ja, kommt die Meldung Geld einzuwerfen, falls nicht, wird das Medikament ausgegeben. Diskussionen über Rabattverträge würden wegfallen, da man mit einem Automaten nicht diskutieren kann.
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Pick Up Stellen – Fluch oder Segen? Ein Kommentar
Pick Up Stellen sind Orte, an denen Patienten Ihre bei Versandapotheken bestellten Arzneimittel abholen können. Das Bundesverwaltungsgericht hat dies erlaubt. So auch im Falle der Europa Apotheek Venlo in Kooperation mit DM Drogeriemärkten.
Seltsame Ausmaße dieser Entwicklung
Problematisch wird es, wenn versucht wird die Vorteile einer Versandapotheke mit denen einer Standortapotheke zu vermischen. Dies jedoch nicht in einer Apotheke, sondern in einem Ladenlokal, welches neben der Pick Up Stelle auch noch eine Annahmestelle für Textilreinigung beinhaltet. Das Problem in diesem Fall ist aber, dass die Räumlichkeiten eine ehemlige Apotheke waren und dieser auch noch verflucht ähnlich sieht. So sind immer noch ein Notdienstschalter, ein Handverkaufstisch, ein Generalalphabet und Rezeptdrucker vorhanden. Auch die freundliche Dame hinter dem Tresen sieht einer Apothekenangestellten zum verwechseln ähnlich. In einem Flyer wird sogar damit geworben, dass das ehemalige Team der Apotheke auch “weiterhin gerne zur Verfügung” steht.
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Fremd- und Mehrbesitzverbot von EuGH auf ganzer Linie bestätigt
Wie “Apotheke adhoc” um 10:30 Uhr berichtet, hat das EuGH dem Fremd- und Mehrbesitzverbot für Apotheken auf ganzer Linie entsprochen. Dabei begründeten die Richter ihre Entscheidung mit der Qualität der Arzneimittelversorung, die durch eine Inhaber geführte Apotheker stärker im Vordergrund stehe, als bei einer Kapitalgesellschaft, die das Ziel Gewinnmaximierung fokussiere.
Mit diesem Urteilsspruch kann ein ganzer Berufsstand in Deutschland aufatmen. Doch was denken Sie als Kunde? Oder wie denken Sie als Apotheker über diese Entscheidung? Nutzen Sie die Kommentarfunktion um zu diskutieren.
Fremd- und Mehrbesitzverbot Urteil – Tag der Entscheidung
Heute wird in Luxembourg das Urteil über das Fremd- und Mehrbesitzverbot mit Spannung erwartet. Dieses Urteil wird weitreichende Folgen nicht nur in Deutschland haben. Dementsprechend ist das Interesse groß. Gegen Mittag wird sich die ABDA in Berlin zum Ausgang des Verfahrens äußern, Celesio will am Nachmittag in Stuttgart nachziehen.
Nach3 Jahren wird die Rechtssache DocMorris ihren Höhepunkt finden. 3 Jahre des Bangen, des Zittern und des lethargischen Abwarten seitens deutscher Apotheker gipfelt heute in dem Urteil des EuGH. Zwar wurde um die Weihnachtszeit eine leichte Entwarnung für die deutschen Apotheker seitens Yves Bot, seines Zeichen EU Generalanwalt, gegeben, doch Ruhe und Sicherheit gab auch die Empfehlung für das Fremdbesitzverbot der deutschen Apothekenlandschaft nicht. Besonders werden diese Ängste auch durch Berichterstattungen wie dies: http://www.bild.de/BILD/politik/2009/05/16/apothekengesetz/stirbt-die-apotheke-von-nebenan.html geschürt. Doch alle Spekulation hilft nicht. Heute werden wir alle gegen Nachmittag wissen, was die Zukunft bringen wird.
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EU-Generalanwalt bestätigt Fremdbesitzverbot
Wie “Apotheke adhoc” am 16. Dezember meldete, sieht Yves Bot, seines Zeichen EU-Generalanwalt, im Fremd- und Mehrbesitzverbot “keinen Verstoß gegen das Gemeinschaftsrecht, da er die Beschränkung der Niederlassungsfreiheit durch das Ziel des Gesundheitsschutzes für gerechtfertigt hält.”
Was sich hier als mittelgroßes Weihnachtsgeschenk für die Apotheke darstellt, könnte dies auch werden. Zwar sind die Schlussanträge des Generalanwalts für die Richter am EuGH nicht bindend, doch in 80 Prozent der Fälle folgen sie seiner Empfehlung. Das Urteil wird im Frühjahr 2009 erwartet. Es heißt also auch weiterhin abwarten.
Abwarten heißt jedoch nicht tatenlos zu sein. Denn auch wenn diese Nachricht für die Individualapotheke wieder großen Aufwind bedeutet, so kann auch ein Urteil des EuGH für das Fremd- und Mehrbesitzverbot nicht den Wandel unterbinden, dem dieser Markt unterliegt. Schon jetzt ist der Konkurrenzdruck enorm. Wenn es nach deutschen Politikern geht, soll er noch größer werden. Wie realitätsnah oder -fern der Traum von der günstigeren Arzneimittelversorgung durch Konkurrenz ist, weiß wohl keiner, auch nicht die Politiker. Doch treu dem Motto, die freie Marktwirtschaft wird es schon richten, will der Staat eine Deregulierung. Wo so etwas hinführen kann hat die Finanzkrise gezeigt. Doch hoffen wir, dass es nicht soweit kommt.
Deswegen heißt abwarten nicht tatenlos zusehen, statt dessen Eigeninitiative zeigen. Der Markt ist vor Ihrer Haustüre, schauen Sie Ihn sich an, und überlegen Sie, wie Sie diesen Markt besser bedienen können, als Ihre Konkurrenz.
Der komplette Artikel über den Schlussantrag von Herrn Bot ist zu finden unter:
http://www.apotheke-adhoc.de/index.php?m=1&id=5003
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